Reisekrankenversicherungen mit verbesserten AVB

Nahezu 23 Millionen Deutsche sind im Rahmen einer Reisekrankenversicherung für ihre Auslandsurlaube oder anderweitige Aufenthalte ausserhalb Deutschlands versichert. Diese private Auslandsversicherung ist nach der veröffentlichten Meinung aller Verbraucherschutzexperten sinnvoll. Versichert sind Kosten für eine ambulante oder stationäre Behandlung im Reiseland. Wenn  im Ausland keine angemessene Behandlung zu erhalten  ist, erstatten die überwiegende Zahl der Reisekrankenversicherungen den Krankenrücktransport in eine deutsche Klinik.
Versicherte von der GKV (gesetzlichen KV) sind zwar in Ländern der Europäischen Union, der Schweiz, Tunesien und der Türkei versichert.Die gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen jedoch keine entstandenen Aufwendungen für einen Rücktransport des Versicherten.
Leider landen nicht zuletzt auch im europäischen Ausland Touristen gegen ihren Willen bei ärztlichem Personal oder Kliniken, die sie unbemerkt als Privatpatienten behandeln und selbstverständlich entsprechend astronomische Rechnungen überreichen. Der Taxifahrer oder der entsprechende Mitarbeiter des Hotels erhält dann von den jeweiligen Ärzten ein interessantes Vermittlungsentgelt. Die Touristen erhalten von der GKV nur den gesetzlichen Anteil bezahlt und bleiben auf den oft hohen übrigen Behandlungskosten sitzen, wenn sie nicht eine Reisekrankenversicherung rechtzeitig abgeschlossen haben.
Bei Reiseaufenthalten außerhalb der EU reguliert die gesetzlichen Krankenkasse überhaupt nicht. Eine Reisekrankenversicherung ist hier unerlässlich. Andernfalls muss man die Krankenhauskosten, die beispielsweise in den USA und Kanada schnell einige Tausend USD betragen können, aus eigener Tasche zahlen.
Die häufigsten Versicherungsfälle im Reiseland sind übrigens Unfälle z.B. Skiunfälle). Außerdem müssen oft Insektenstiche, Erkältungen, Allergien und Durchfälle medizinischbehandelt werden.
Schon seit mehreren Jahren hat die Zeitschrift Finanztest die Anbieter von Reiseversicherungen dazu ermuntert ihre Allg. Versicherungsbedingungen (AVB) zu überarbeiten.
So sollten die Reisekrankenversicherungs-Tarife der Reisekrankenversicherung nur ohne SB angeboten werden. ( Bisher häufig SB 50 EUR)
Zudem wurden kundenfreundlichere AVB für Rücktransport in ein deutsches Krankenhaus gefordert. In den meisten Fällen zahlt eine Reiseversicherung hier, wenn ein Rücktransport medizinisch sinnvoll ist. Empfohlen wurde Anspruch auf Krankenrücktransport, wenn der Klinikaufenthalt voraussichtlich länger als 14 Tage dauern wird.
Wichtig war Finanztest auch, dass die stationäre Behandlung im Ausland auf unbegrenzte Zeit bezahlt wird (manche Versicherer haben hier zeitliche Begrenzungen).
Mit Genugtuung stellten die Verbraucherschützer jetzt fest, dass viele Reiseversicherungsunternehmen diese Verbesserungsvorschläge umgesetzt und ihre AVB verbessert haben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0